AMIS-OP-Technik in Stuttgart

Röntgenbild mit Hüftprothesen nach der AMIS-Methode

Die auf den vorhergehenden Seiten beschriebene und von Dr. med. J. Quercetti seit vielen Jahren durchgeführte Minimalinvasive Methode der Hüftprothesen Implantation ist ganz klar sicher und bewährt. Mittlerweile wird in 20% aller deutschen Kliniken diese Methode in der einen oder anderen Variation durchgeführt.

Auch Dr. Quercetti führt noch ca. 15% seiner Eingriffe nach dieser Methode durch, wenn die unten beschriebene Methode wegen bestimmten Konstellationen nicht empfehlenswert ist .

Trotzdem hat sich in den letzten Jahren eben eine noch bessere Methode entwickelt – die AMIS OP Technik – die bei uns in der Praxis von Dr. Quercetti in Stuttgart angeboten wird und von ihm im Endoprothetik Zentrum Ostfildern Ruit operiert wird.

Diese Technik eignete sich Dr. med. J. Quercetti durch Hospitationen in Frankreich, der Schweiz, München und Freiburg an.

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AMIS bedeutet Anterior Minimal Invasive Surgery

Letztlich geht die AMIS Methode auf den deutschen Chirurgen Karl Hueter (1838-1882) zurück, welcher zum ersten Mal den operativen vorderen Zugang zum Hüftgelenk beschrieb. Dieser Zugang war in den folgenden 50 Jahren der Standardzugang zum Hüftgelenk und geriet dann in Vergessenheit, als einfacher zu realisierende Zugänge zum Hüftgelenk entwickelt wurden (z.B. nach Bauer, Hardinge, Watson Jones). Alle diese haben jedoch die Eigenschaft der Muskelschädigung.

In den 80er und 90er Jahren war der AMIS oder „Hueter“-Zugang nur noch in Paris verbreitet. 1996 entwickelte der französische Chirurg Frederic Laude einen speziellen orthopädischen Operationstisch, welcher es ermöglichte den AMIS Zugang mit weniger Aufwand durchzuführen. Heute ist der AMIS Zugang wieder weit verbreitet und wird in sehr vielen Kliniken in der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien, sowie den USA und Australien durchgeführt. Darunter vielen Universitätskliniken, wie die Uni München und Zürich. In Deutschland verbreitet sich die Technik zunehmend. In Stuttgart ist Dr. med. J. Quercetti aktuell der einzige Chirurg, welcher diesen Zugang auch für normalversicherte Patienten anbietet.

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Die erste Frage an dieser Stelle ist natürlich – wenn der Zugang so toll ist, warum machen das dann nicht alle so?

Die Lagerung ist etwas zeitaufwändiger – nicht die Operation an sich – dadurch ist die AMIS OP für Kliniken, welche “ Hüften am Fließband“ produzieren nicht geeignet. Zudem ist die Methode etwas teurer, d.h. es verbleibt etwas weniger OP Erlös bei der Klinik. In der heutigen Zeit fast ein k.o. Kriterium. Global gesehen sind die Kosten jedoch geringer, da der Rehabilitationsbedarf und die Krankheitsdauer sinken. Letztlich ist der Eingriff auch nicht ganz einfach zu lernen und die Umstellung bedarf ein gewisses Engagement.

Da wir als niedergelassene Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie nur auf Qualität bauen können, Spaß an unserer Arbeit haben und keine Massenproduktion benötigen, noch anstreben, können wir uns den etwas erhöhten Zeitaufwand zum Wohle des Patienten leisten.

Unterstützt werden wir dabei von der ehemaligen Klinik Dr. med. J. Quercettis: der medius Klinik Ruit. Die Abteilung für Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie ist ein zertifiziertes Endoprothetik Zentrum. Sämtliche Eingriffe werden durch Dr. med. Quercetti durchgeführt.

Im Folgenden wird die AMIS Technik näher beschrieben:

Schaubild zur Erklärung der AMIS-Methode in Stuttgart

Der operative Zugang erfolgt hierbei über einen circa 8 – 10 cm langen Längsschnitt nahe der Leiste, also von vorne. Besonderheit des Verfahrens ist, dass eine spezielle Lagerungsschiene für das zu operierende Bein verwendet wird, so dass bestimmte standardisierte Einstellungen möglich sind, welche den o.g. Zugang vereinfachen.

Wo liegt der Vorteil?

Beim vorderen Zugang muss lediglich ein schlauchförmiger Muskel, der Tensor Fasciae Latae stumpf zur Seite gedrückt werden. Eine Beschädigung kann dadurch praktisch ausgeschlossen werden. Weitere Muskelbewegungen sind nicht erforderlich. Zur Implantation können sämtliche gängigen Prothesentypen verwendet werden. Zementiert und unzementiert.
Letztlich bedeutet das:

  • kürzerer Krankenhausaufenthalt
  • schnellere Rehabilitation
  • Verminderung der postoperativen Schmerzen
  • kein Hinken im Langzeitverlauf , bessere Langzeitergebnisse
  • reduzierter Blutverlust
  • praktisch kein Ausrenkrisiko
  • schnellere Rückkehr zu täglichen Aktivitäten
  • kleinere Narbe, weniger Weichteilschaden, dadurch geringeres Infektionsrisiko

Die spezielle Lagerung ermöglicht zudem die ständige Röntgenkontrolle, falls erforderlich, was die Sicherheit der Implantation wesentlich erhöht.

Vorausetzungen
Diese müssen individuell besprochen werden, außer Durchblutungsstörungen an den Beinen gibt es keine absoluten Kontraindikationen für die Methode, jedoch gibt es spezielle anatomische Merkmale des Hüftgelenkes oder der Weichteile, welche die konventionelle Methode geeigneter erscheinen lassen.